Klassische Homöopathie
Was ist Homöopathie?
Die Homöopathie ist eine eigenständige Heilweise mit annähernd zweihundertjähriger Tradition.
In ihrer Denkweise und ihrem therapeutischen Vorgehen unterscheidet sich die Homöopathie grundlegend von der Schulmedizin. Sie benötigt keine Tierversuche und ihre Mittel sind frei von schädlichen Nebenwirkungen.
Der Begriff Homöopathie stammt vom griechischen „HOMOION PATHOS“, was so viel bedeutet wie „ähnliches Leiden“. So heißt dann auch das Leitprinzip der Homöopathie: „Similia Similibus Curentur: Heile Ähnliches mit Ähnlichem“!
Die Homöopathie verwendet Heilmittel aus allen Bereichen der Natur: Arzneien tierischer Herkunft (Klapperschlangengift, Honigbiene, Flusskrebs, Ameise), Metalle (Kupfer, Gold, Silber, Eisen, Platin), pflanzliche Mittel, Mineralien, Chemikalien.
Die homöopathische Behandlung:
Bei der homöopathischen Kur geht es zunächst darum, die Beschwerden des Patienten in allen Einzelheiten zu ergründen. Auch Kleinigkeiten, die dem Patienten oft unwichtig erscheinen, können für die Wahl des Heilmittels von großer Bedeutung sein.
So wird der Homöopath den Rheumakranken nicht nur nach seinen Glieder- oder Gelenkschmerzen fragen, sondern nach vielen anderen Umständen:
- ob ein Verlangen nach bestimmten Nahrungsmitteln besteht
- in welcher Haltung der Kranke schläft
- wie er Wärme und Kälte verträgt
- wie er auf Trost reagiert
- ob er warme oder kalte Getränke bevorzugt usw.
Auch die Besonderheiten der weiblichen Menstruation und andere Details liefern wertvolle Hinweise. Eine homöopathische Fallaufnahme ist dementsprechend zeitaufwendig. In chronischen Fällen dauert es manchmal drei oder sogar vier Stunden, bis das Bild der Krankheit in allen Einzelheiten aufgezeichnet ist.
Erstverschlimmerung:
Nach der Einnahme des homöopathischen Mittels kommt es manchmal zu einer sog. Erstverschlimmerung, einer Art „Heilkrise“. Die Symptome des Patienten verstärken sich dann für kurze Zeit, um anschließend deutlich nachzulassen. Es kann auch sein, dass Symptome von Krankheiten, die der Patient früher einmal gehabt hat, kurz wieder aufflackern. Beide Reaktionen sind positive Zeichen und der Patient sollte keinesfalls etwas dagegen unternehmen. Im Zweifelsfall ist eine telefonische Anfrage beim Behandler immer sinnvoll.
Welche Krankheiten kann man homöopathisch behandeln?
Allergien, rheumatische Erkrankungen, Infektanfälligkeit, Erkältungen, Hautkrankheiten wie Neurodermitis oder Schuppenflechte können prinzipiell ebenso erfolgreich homöopathisch behandelt werden, wie Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, chronische Verletzungen, Magengeschwüre, Regelbeschwerden usw.